Schluchten des Balkans
10 Tage Bosnien und Herzegowina - Serbien - Montenegro

Servicios
Unterbringung in 4*-Hotels auf Basis Halbpension
An- und Abreisetransfer ohne Assistenz (TIV/TGD) – sharing Basis
Busservice ab/bis Hotel Tag 2 bis Tag 9 sowie lokale Guides gemäß Sprachprofil
1x Fahrt Schmalspurbahn Šargan 8 Tag 3
1x Abendessen mit Bierverkostung Mammut Brewery in Nikšič Tag 7
Citytax wird von Kunden vor Ort gezahlt
Entradas incluidas
Eintritt Nationalpark Biogradska Gora
Eintritt Nationalpark Durmitor
Eintritt Kloster Ostrog
City tax Kotor
Zusätzlich buchbar als Paket:
Bootsfahrt auf der Drina
Eintritt Stopiča Höhle
Eintritt Staro Selo in Sirogojno
Eintritt Kloster Morača
Eintritt Nationalpark Skadarsee und Bootsfahrt mit Snacks
Bootsfahrt in der Bucht von Kotor von Perast zur Insel Maria am Felsen (inkl. Eintritt) und zurück
Bootsfahrt Pivsko Jezero
Eintritt Bunker in Konjic
Itinerario del tour
1. Tag: Anreise Sarajevo
Heute beginnt die Reise vom Heimatflughafen in die Hauptstadt Bosnien-Herzegowinas.
Bezug des Hotels und Übernachtung.
2. Tag: Sarajevo – Višegrad
Sarajevo trägt die Spuren seiner Geschichte sichtbar im Stadtbild: Osmanische Moscheen und Basare, habsburgische Prachtbauten und die Narben des jüngsten Krieges stehen hier auf engstem Raum nebeneinander – ein Stadtbild, das die wechselvolle Vergangenheit des Balkans wie kaum ein anderer Ort verkörpert.
Die Stadtrundfahrt führt durch die Baščaršija, den osmanischen Altstadtkern aus dem 15. Jahrhundert, mit seinem weitläufigen Marktgewirr aus Kupferschmieden, Teehaus und dem hölzernen Sebilj-Brunnen, der seit Jahrhunderten als Wahrzeichen der Stadt gilt. An der Lateinischen Brücke über die Miljacka tritt ein Moment von welthistorischer Bedeutung in den Vordergrund: Hier wurde am 28. Juni 1914 Erzherzog Franz Ferdinand ermordet – ein Attentat, das die Welt in den Ersten Weltkrieg stürzte und Sarajevo für immer in die Geschichtsbücher schrieb.
Am Nachmittag Weiterfahrt nach Višegrad, einer kleinen Stadt im malerischen Tal der Drina. Das Herzstück der Stadt ist die Alte Brücke, im frühen 17. Jahrhundert im Auftrag des osmanischen Großwesirs Sokollu Mehmed Pascha errichtet und heute UNESCO-Weltkulturerbe. Die elegante Bogenbrücke überspannt die smaragdgrüne Drina und ist zugleich literarisches Monument: Ivo Andrić machte sie im Roman „Die Brücke über die Drina" – ausgezeichnet mit dem Nobelpreis für Literatur 1961 – zur zeitlosen Metapher für Geschichte, Schicksal und das Leben an der Grenze zweier Welten. Eine Bootsfahrt auf der Drina eröffnet eindrucksvolle Perspektiven auf Brücke, Flussufer und die stille Kraft des Wassers.
Unmittelbar neben der Brücke liegt Andrićgrad, ein kulturhistorisches Projekt des Regisseurs Emir Kusturica. Die Anlage vereint Bauelemente aus verschiedenen Epochen – osmanisch, österreichisch-ungarisch, mittelalterlich – zu einer atmosphärischen Stadtkomposition, die zugleich Hommage an Andrić und seine Figuren ist. Kopfsteinpflaster, Arkaden, kleine Museen und Plätze schaffen eine Bühne, die den Besucher in eine literarische Welt versetzt.
Bezug des Hotels in Višegrad. Übernachtung.
3. Tag: Višegrad – Mokra Gora – Tara Nationalpark – Zlatibor
Nach dem Frühstück führt die Reise weiter durch die bewaldeten Hügel Ostbosniens nach Mokra Gora, wo ein besonderes Highlight wartet: die Fahrt mit der legendären Schmalspurbahn „Šargan 8“. Die historische Strecke, ein technisches Meisterwerk des frühen 20. Jahrhunderts, windet sich in Form einer Acht durch die Berglandschaft und überwindet auf nur 15,5 Kilometern einen Höhenunterschied von rund 300 Metern. Fünf Brücken, 22 Tunnel und eine ununterbrochene Abfolge von Blicken in enge Täler, dichte Wälder und felsige Abhänge machen diese Zugfahrt zu einem außergewöhnlichen Erlebnis.
Im Anschluss führt die Route in den Tara-Nationalpark, eines der schönsten und ursprünglichsten Naturschutzgebiete Serbiens. Dichte Tannenwälder, schroffe Schluchten und stille Bergwiesen prägen das Bild dieser Region, die zudem für ihre Käseproduktion bekannt ist.
Es folgt eine kurze und leichte Wanderung entlang des Rača-Pfades. Der Weg beginnt am Kloster Rača, einem bedeutenden kulturellen und spirituellen Zentrum aus dem 13. Jahrhundert, malerisch am Waldrand gelegen. Der Pfad führt über weichen Waldboden entlang des klaren Baches Rača und endet bei den Thermalquellen von Ladeva, deren warmes Wasser seit jeher für seine angeblichen Heilkräfte geschätzt wird.
Nach einem Tag voller beeindruckender Natur- und Kulturerlebnisse geht es weiter über die serbische Grenze in den beliebten Bergort Zlatibor. Bezug des Hotels und Übernachtung.
4. Tag: Zlatibor – Stopiča – Staro Selo – Biogradska Gora – Kolašin
Der Tag beginnt in der Stopiča-Höhle, einer der eindrucksvollsten Karsthöhlen Serbiens. Gewaltige unterirdische Hallen öffnen sich zu einem Labyrinth aus Kalksteinformationen, terrassenartig angeordneten Naturbecken und einem kleinen, aber atmosphärischen Wasserfall. Das Zusammenspiel aus Licht, Stein und Wasser schafft eine fast mystische Stimmung.
Weiter geht es nach Sirogojno zum Freilichtmuseum „Staro Selo“. Die Anlage zeigt authentisch erhaltene Wohn- und Wirtschaftsgebäude aus dem 19. Jahrhundert und vermittelt lebendige Eindrücke vom traditionellen ländlichen Leben der Region. Zwischen Holzhäusern, Webstühlen und alten Gerätschaften entsteht ein anschauliches Bild der Vergangenheit, das die Kultur und Lebensweise der serbischen Bergbevölkerung eindrucksvoll widerspiegelt.
Die Route führt anschließend durch das Bergland Südserbiens und weiter über die Grenze nach Montenegro. Weitläufige Wälder, steile Hänge und offene Hochweiden begleiten die Fahrt in Richtung Biogradska Gora, einem der ältesten Naturschutzgebiete Europas. Der Nationalpark beherbergt einen der letzten echten Urwälder des Kontinents – ein Ort, an dem jahrhundertealte Bäume, seltene Tiere und dichte Vegetation ein nahezu unberührtes Ökosystem formen.
Ein gemütlicher Spaziergang am Biogradsko-See auf 1099 Metern Höhe gehört zu den schönsten Erlebnissen dieses Tages. Das spiegelglatte Wasser, umrahmt von steilen Berghängen und üppigem Grün, wirkt wie eine natürliche Kathedrale aus Stille und Licht.
Am späten Nachmittag Weiterfahrt nach Kolašin. Bezug des Hotels und Übernachtung.
5. Tag: Kolašin – Nationalpark Durmitor – Žabljak – Kolašin
Der Tag führt tief hinein in eine der eindrucksvollsten Hochgebirgslandschaften des Balkans. Von Kolašin aus beginnt die Fahrt in Richtung Durmitor-Nationalpark, einem UNESCO-Weltnaturerbe, das durch seine dramatischen Formen und seine weitgehend unberührte Natur beeindruckt. Schon unterwegs eröffnen sich immer wieder Ausblicke auf dicht bewaldete Berghänge, steile Felsflanken und weite Hochplateaus, die das typische Bild dieser Region prägen.
Ein erster Höhepunkt ist die monumentale Tara-Brücke, die über den Canyon führt und mit einer Tiefe von bis zu 1.200 Metern nach dem Grand Canyon die zweittiefste Schlucht der Welt ist. Der smaragdgrüne Tara-Fluss hat diese gewaltige Landschaft über Jahrtausende hinweg geformt – ein Naturschauspiel von überwältigender Kraft und Schönheit.
Der Durmitor selbst ist ein Gebirge der Superlative: 48 Gipfel erreichen über 2.000 Meter Höhe, der höchste – der Bobotov Kuk – ragt 2.522 Meter in den Himmel. Gletscherseen, Karstformationen, Bergwälder und offene Weiden bilden eine abwechslungsreiche Landschaft, die als Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten dient.
Zentraler Punkt des Gebiets ist Žabljak, die höchstgelegene Stadt des Balkans auf 1.456 Metern. Von hier aus führt die Route weiter zum berühmten Schwarzen See (Crno jezero). Der Gletschersee liegt eingebettet zwischen dichten Wäldern und hoch aufragenden Gipfeln auf fast 1.500 Metern Höhe und gilt als einer der schönsten Seen Montenegros. Die stille Wasserfläche spiegelt das Bergmassiv wider und schafft eine Szenerie, die zu den ikonischsten Naturbildern des Landes zählt.
Nach ausgiebigen Eindrücken aus der Hochgebirgswelt erfolgt die Rückfahrt nach Kolašin. Übernachtung im Hotel.
6. Tag: Kolašin – Morača Kloster – Kloster Ostrog – Skadarsee
Der Tag beginnt mit der Fahrt in die beeindruckende Morača-Schlucht, einer der spektakulärsten Naturkulissen Montenegros. Tief unten schlängelt sich der smaragdgrüne Morača-Fluss durch enge Felspassagen, deren steil aufragende Wände mancherorts so dicht beieinanderstehen, dass kaum Licht bis zum Flussbett dringt. Diese dramatische Landschaft diente unter anderem als Drehort für den Karl-May-Klassiker „Der Schut“.
Am Ufer des Flusses liegt das idyllisch gelegene Morača-Kloster, eines der bedeutendsten Gotteshäuser des Landes. Das mittelalterliche Klosterensemble beeindruckt mit seiner schlichten Architektur, alten Fresken und einer Atmosphäre, die inmitten der wilden Natur besondere Ruhe ausstrahlt.
Die Route führt weiter zum berühmten Kloster Ostrog, einem der wichtigsten Zentren der serbisch-orthodoxen Kirche. Hoch oben in eine senkrechte Felswand gebaut, wirkt das Kloster fast wie ein Wunderwerk. Es ist Anziehungspunkt für Pilger aus aller Welt, die hier spirituelle Erneuerung suchen. Zugleich eröffnet sich von der Terrasse ein weiter Blick über die fruchtbare Bjelopavlićko-Ebene – ein Panorama, das den besonderen Charakter dieses Ortes noch verstärkt.
Zum Abschluss des Tages öffnet sich die Landschaft zum Skadarsee, dem größten See des gesamten Balkans und einem bedeutenden Naturparadies. Eine Bootsfahrt führt über den weit verzweigten See, vorbei an Inselchen, Schilfgürteln und Vogelschutzgebieten. Unterwegs erscheint auch die verlassene Gefängnisinsel, oft als „Montenegrinisches Alcatraz“ bezeichnet – eine stille Erinnerung an die Geschichte der Region.
An Bord werden lokale Spezialitäten und Getränke gereicht, die den Tag kulinarisch abrunden.
Übernachtung in Budva.
7. Tag: Budva – Kotor – Perast – Nikšič
Der Tag beginnt mit der Fahrt nach Kotor und in die gleichnamige Bucht. Dieses Naturwunder, oft als südlichster „Fjord“ Europas bezeichnet, reicht tief ins Land hinein und bildet die dramatische Kulisse für die mittelalterliche Stadt Kotor, die vollständig von mächtigen Stadtmauern umgeben ist. Das historische Zentrum zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe und bewahrt eine seltene Dichte an Kirchen, Palazzi und engen Gassen, die den Besucher förmlich in die Vergangenheit versetzen. Ein Rundgang erschließt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und das besondere Flair dieses außergewöhnlichen Ortes.
Weiter geht es entlang der Bucht nach Perast, einer eleganten Barockstadt, deren Geschichte untrennbar mit der Seefahrt verbunden ist. Von hier aus führt eine kurze Bootsfahrt zur kleinen Klosterinsel Maria am Felsen, die mit ihrer Kirche und dem Blick über die umliegende Wasserlandschaft zu den ikonischsten Orten der Region gehört.
Am Nachmittag setzt sich die Reise in die Höhen Montenegros fort. Die Landschaft wird wieder rauer, die Dörfer weiter verstreut, bis schließlich Nikšić erreicht wird – die zweitgrößte Stadt des Landes und ein bedeutendes wirtschaftliches Zentrum. Hier öffnet die Mammut-Brauerei ihre Pforten. Sie ist eine der wenigen Craft-Beer-Brauereien Montenegros und verbindet moderne Braukunst mit regionalen Zutaten und Traditionen.
Der Abend klingt bei einem gemeinsamen Essen aus, begleitet von einer Bierverkostung der lokalen Spezialitäten. Übernachtung in Nikšić.
8. Tag: Nikšič – Pivsko Jezero – Foča – Bjelašnica
Der Tag beginnt mit einer Fahrt in die eindrucksvolle Bergwelt des Nordwestens. Ziel ist der Pivsko Jezero, der größte Stausee Montenegros, der tief eingeschnitten in der dramatischen Piva-Schlucht liegt. Der See wirkt mit seinem intensiv blaugrünen Wasser fast unwirklich – ein schmaler, fjordartiger Spiegel, der sich zwischen steil aufragenden Felswänden hindurchzieht. Während einer Bootsfahrt eröffnen sich ständig neue Perspektiven auf diese wilde Kulisse, in der Wasser, Stein und Wald eine harmonische Einheit bilden.
Anschließend führt die Route zurück nach Bosnien und Herzegowina. Das Grenzgebirge wird überwunden, bis Foča erreicht wird – eine Stadt an den Ufern der Drina, deren Geschichte eng mit dem osmanischen Erbe und alten Handelswegen verbunden ist. Ein Spaziergang durch die Stadt führt vorbei an Spuren vergangener Epochen, darunter die farbig schimmernde Aladža-Moschee, eines der wichtigsten Kulturdenkmäler der Region. Die ruhigen Flusslandschaften rund um Foča verstärken den besonderen Reiz der Stadt
Foča ist außerdem das Tor zum Sutjeska-Nationalpark, dem ältesten und größten Nationalpark Bosniens. Seine gewaltigen Bergmassive, tiefen Schluchten und ursprünglichen Wälder gehören zu den artenreichsten Naturräumen Südosteuropas und vermitteln eindrücklich den Charakter einer noch weitgehend unberührten Wildnis.
Am späten Nachmittag beginnt der Anstieg in das Bjelašnica-Gebirge, das einst Austragungsort der Olympischen Winterspiele von 1984 war. Das idyllische Hotel Nomad liegt unmittelbar bei den alten Sportanlagen und bietet eine ruhige, naturnahe Umgebung für die Übernachtung – ein idealer Ort, um die Eindrücke des Tages ausklingen zu lassen.
9. Tag: Bjelašnica – Konjic – Bjelašnica
Der Tag beginnt mit einer Fahrt vom Bergmassiv der Bjelašnica hinab in das Tal der Neretva. Entlang der alten Olympiaanlagen von 1984 öffnet sich der Blick auf eine ursprüngliche Berglandschaft, bevor die Route die kleine Stadt Konjic erreicht. Konjic zählt zu den ältesten Siedlungen des Landes und besticht durch eine charmante Altstadt mit engen Gassen, traditionellen Wohnhäusern und Werkstätten, in denen jahrhundertealte Handwerkskünste gepflegt werden. Besonders eindrucksvoll ist die alte Steinbrücke über die Neretva, ein historisches Meisterwerk osmanischer Baukunst und eines der bekanntesten Wahrzeichen der Region.
Ein außergewöhnliches Kapitel jüngerer Geschichte folgt mit dem Besuch des geheimen Atombunkers aus Titos Zeiten. Tief im Inneren eines Bergmassivs gelegen – rund 270 Meter unter der Oberfläche –, entstand hier über Jahrzehnte einer der bedeutendsten Schutzräume des ehemaligen Jugoslawiens. Der Bunker, dessen Existenz bis in die 1990er Jahre streng geheim war, vermittelt einen faszinierenden Einblick in die politische Vergangenheit und die strategischen Vorstellungen der damaligen Staatsführung. Heute dienen seine weitläufigen Räume als Schauplatz einer internationalen Kunstausstellung, die Gegenwart und Geschichte miteinander verbindet.
Übernachtung in Bjelašnica.
10. Tag: Abreise
Transfer zum Flughafen und Abflug.

