Kroatien
Über 1.000 Inseln, geschichtsträchtige Altstädte und eine eindrucksvolle Naturkulisse machen Kroatien zu einem der vielseitigsten Reiseziele Europas. Ob Küstenroute, Nationalpark oder Kulturreise – hier verbinden sich mediterrane Landschaften mit einem reichen historischen Erbe.

Amtssprache
Kroatisch
Hauptstadt
Zagreb
Staatsform
Republik
Fläche
56.542 km²
Einwohnerzahl
3.829.989
Währung
Euro
Unabhängigkeit
8.10.1991
Telefonvorwahl
+385

UNESCO-Welterbe
Altstadt Dubrovnik
Split
Plitvicer Seen
Trogir
Jakobskirche Sibenik
Basilika Porec uvm.
Kroatien – Immer eine Reise wert
Kroatien ist ein Land, das seit Jahrhunderten Dichter, Reisende und Denker inspiriert – und das nicht ohne Grund. Es ist die Geschichte von über 1.000 Inseln, von Küsten und kargen Karstlandschaften, von Städten aus Stein und stillen Klöstern.
Ein Land, dessen Schönheit früh erkannt und oft besungen wurde:
Cassiodor schrieb vom „himmlischen Leben der Patrizier“ an seinen Küsten. Dante fand hier die epische Kulisse für seine Verse. Und George Bernard Shaw erklärte die Kornaten zum „Paradies, das Gott am letzten Tag erschuf“.
Diese Liste ließe sich fortsetzen – aber Kroatien ist mehr als eine Kulisse für Zitate. Es ist ein Ort, an dem das Meer auf Geschichte trifft, an dem mediterrane Leichtigkeit und slawische Tiefe koexistieren.
Und genau das macht es zu einem der spannendsten Reiseziele Europas – nicht laut, nicht aufdringlich, aber voller Substanz.
Plitvice & Velebit – Kroatiens grüne Mitte
Zwischen Zagreb und der Adriaküste, in der stilleren Mitte Kroatiens, liegen zwei der eindrucksvollsten Naturgebiete des Landes: die Plitvicer Seen und das Velebit-Gebirge. Gemeinsam bilden sie ein perfektes Gegenstück zur Küste – grün, kühl, klar. Plitvice, UNESCO-Welterbe und bekanntester Nationalpark Kroatiens, ist ein Ort, den man nicht einfach besucht, sondern erlebt.
16 Seen, verbunden durch Wasserfälle, Terrassen und Kaskaden, eingebettet in einen dichten Buchenwald. Das Wasser wechselt die Farbe je nach Licht – von Türkis über Smaragd bis Stahlgrau. Wer hier wandert, spürt: Das ist mehr als Kulisse. Plitvice wirkt – beruhigend, ordnend, fast meditativ.
Ganz anders, aber ebenso beeindruckend: der Nördliche Velebit, Teil des gleichnamigen Gebirgszugs. Hier dominiert Karst: scharfkantige Formationen, Höhlen, alpine Wiesen, uralte Wälder. Der Nationalpark ist weniger bekannt, aber für Wanderer und Naturreisende ein echter Geheimtipp – mit spektakulären Ausblicken bis zur Küste.
Beide Parks lassen sich gut kombinieren – oder als Zwischenstation auf dem Weg von Zagreb in den Süden einbauen.
Dalmatien – Zadar und der hohe Norden der Adria
Zadar ist mehr als ein Zwischenstopp auf dem Weg nach Süden – es ist das Tor zu Dalmatien, und gleichzeitig eine Region für sich.
Im Norden beginnt Kroatien, sich mediterran zu zeigen: das Meer wird präsenter, die Luft weicher, das Licht heller. Hier treffen tiefblaue Buchten auf dunkelgrüne Kiefernwälder und steinige Küsten – durchzogen vom für die Region typischen weißen Karst.
Zadar selbst ist eine abwechslungsreiche Stadt. Römische Überreste, venezianische Mauern, byzantinische Kirchen und moderne Kunstwerke wie die berühmte Meeresorgel oder der Gruß an die Sonne schaffen eine Atmosphäre, die historisch und zeitgenössisch zugleich ist.
Die Umgebung bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten für Tagesausflüge, Naturbesuche und stille Entdeckungen. Ob entlang der Küste oder im Hinterland: Die Region ist reich an Kontrasten – ideal für den Einstieg in eine Kroatienreise oder als ruhiger Gegenpol zu den bekannteren Hotspots im Süden.
Šibenik, Zlarin & Krapanj – Inseln, Handwerk, stille Wege
Die Region rund um Šibenik ist ein Küstenabschnitt mit Charakter. Weniger inszeniert als Dubrovnik, weniger belebt als Split – aber voller Substanz.
Šibenik selbst ist eine der ältesten Städte an der Adria, mit einer mächtigen Kathedrale aus hellem Stein, verschachtelten Altstadtgassen und mehreren Festungen mit Blick über das Meer. Hier beginnen Wege hinaus – zu Inseln, Geschichten und Traditionen.
Zlarin ist bekannt für seine Korallenfischer – ein Handwerk, das hier seit Jahrhunderten gepflegt wird. Auf der autofreien Insel scheint die Zeit langsamer zu laufen.
Krapanj, die flachste bewohnte Insel der Adria, ist berühmt für das Tauchen nach Meeresschwämmen – eine stille Tradition, die das Leben der Menschen bis heute prägt.
Rund um Šibenik liegt ein Archipel mit über 240 Inseln, Riffen und Klippen – ein Revier für nautisch orientierte Programme, aber auch für ruhige Exkursionen, Fotoreisen oder thematische Touren abseits des Üblichen.
Nationalpark Kornati – Inseln wie aus einer anderen Welt
Nur wenige Seemeilen von der Küste entfernt beginnt eine Landschaft, die wirkt, als wäre sie nicht ganz von dieser Welt:
Der Nationalpark Kornati – ein Archipel aus 89 Inseln, Riffen und Klippen, karg, steinig, fast mondähnlich.
Die Kornaten sind keine klassischen Badeinseln. Sie sind wild, unbewohnt und ursprünglich. Wer hier unterwegs ist – mit dem Boot, per Kajak oder in einer kleinen Gruppe – erlebt Stille, Weite und ein Spiel aus Licht, Wind und Wasser, das sich ständig verändert.
George Bernard Shaw schrieb einst:
„Am letzten Tag der Schöpfung wollte Gott seinem Werk die Krone aufsetzen – und schuf aus Tränen, Sternen und Atem die Kornaten.“
Und auch heute noch spürt man diese Erhabenheit, besonders in den frühen Morgenstunden oder kurz vor Sonnenuntergang.
Die Kornaten sind ideal für nautisch inspirierte Reisen, Tagesausflüge ab Šibenik oder Zadar – oder als stilles, visuelles Gegengewicht zu den lebendigeren Küstenorten.
Dubrovnik – Stadt aus Stein, Fenster zur Welt
Dubrovnik ist ein Name, der Erwartungen weckt – und sie erfüllt. Die von Mauern umgebene Altstadt, das Licht, das über dem weißen Kalkstein flimmert, das Meer, das direkt vor den Stadttoren beginnt – all das hat die Stadt berühmt gemacht.
Einst war Dubrovnik eine unabhängige Seerepublik, ein Zentrum für Handel, Diplomatie und Kultur. Heute ist sie UNESCO-Weltkulturerbe, Filmkulisse, Reiseziel – und gleichzeitig ein Ort, der nicht nur von seiner Vergangenheit lebt.
Die Altstadt ist kompakt, begehbar, klar gegliedert. Kirchen, Paläste, Klöster, Plätze – alles in Reichweite. Wer die Mauern entlangläuft, blickt auf rote Dächer, das offene Meer und ein Stadtbild, das seit Jahrhunderten fast unverändert wirkt. Trotz des internationalen Interesses hat sich Dubrovnik seine Würde bewahrt – besonders in den frühen Morgenstunden oder am Abend, wenn die Tagesgäste verschwunden sind. Dann wirkt die Stadt wie das, was sie immer war:
Ein Ort von großer Schönheit, gebaut auf harter Geschichte, lebendig und still zugleich.
Ideal als krönender Abschluss einer Rundreise oder als eigenständiger Städteschwerpunkt – besonders in der Vor- und Nachsaison.



