Republik Moldau
Die Republik Moldau gilt noch immer als Geheimtipp: sanfte Hügellandschaften, orthodoxe Klöster, Relikte aus Sowjetzeiten – und einige der ältesten Weinkeller Europas. Das Land eignet sich ideal für Entdeckerreisen abseits des Mainstreams.

Amtssprache
regional Gagausisch,
Hauptstadt
Staatsform
Republik
Fläche
33.843 km²
Einwohnerzahl
2.400.000
Währung
Leu
Unabhängigkeit
27.08.1991
Telefonvorwahl
+373

Moldau – Still, unterschätzt, lohnenswert
Die Republik Moldau ist das vielleicht unauffälligste Land Europas – geografisch zwischen Rumänien und der Ukraine gelegen, kulturell vielschichtig, touristisch kaum erschlossen. Gerade das macht seinen Reiz aus: Wenig Inszenierung, viel Substanz. Wer hierher kommt, sucht keine Hochglanzfassaden, sondern Begegnungen – mit Landschaften, mit Geschichte, mit Menschen.
Chişinău – Hauptstadt mit Bruchkanten
Kischinau, die Hauptstadt, ist keine klassische Schönheit. Breite Alleen, sozialistische Bauten, orthodoxe Kirchen, Parks – es ist ein Ort, der sich nicht auf den ersten Blick erklärt. Aber wer sich einlässt, entdeckt Galerien, Cafés, Spuren jüdischer Geschichte und eine junge, kreative Szene, die sich Raum schafft zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Die Stadt eignet sich gut als Ausgangspunkt für Reisen in die ländlichen Regionen – oder als Kulturbaustein in Kombination mit Rumänien.
Wein, Klöster & Landschaften
Die Republik Moldau ist eines der ältesten Weinanbaugebiete Europas – und eines der unbekanntesten. Die unterirdischen Weinkeller von Cricova und Milestii Mici sind weltberühmt unter Kennern: kilometerlange Labyrinthe, in denen Flaschen lagern, die teilweise älter sind als der Staat selbst.
Neben dem Wein prägen Klöster und Kirchen das Bild. Viele liegen abgelegen in weiten Hügeln oder eingebettet in Flusstäler – still, schlicht, eindrucksvoll. Besonders sehenswert: Orheiul Vechi, ein aus dem Felsen geschlagenes Höhlenkloster inmitten einer bizarren Flusslandschaft.
Ein Land für Reisende, nicht für Touristen
Die Republik Moldau ist ideal für Gruppen, die sich für Geschichte, Ethnografie oder ländliche Kultur interessieren.
Die touristische Infrastruktur ist überschaubar, aber genau das ist Teil des Erlebnisses. Wer hier unterwegs ist, reist langsam, bewusst und meist sehr nah an den Menschen. Ob als Hauptziel oder in Kombination mit Rumänien – Moldau öffnet Perspektiven, die man anderswo längst verloren hat.
