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Serbien

Serbien vereint Kulturen, Religionen und Landschaften: von Flüssen und Schluchten bis hin zu Wüsten und Urwäldern. Das Land bietet überraschende Kontraste – klimatisch wie kulturell – und eignet sich ideal für Touren mit naturkundlichem oder ethnologischem Fokus.

Amtssprache

Serbisch


Hauptstadt

Belgrad


Staatsform

Republik


Fläche

77.474 km²


Einwohnerzahl

7.498.000


Währung

Dinar (1€ = 118 Dinari)


Unabhängigkeit

13.07.1878


Telefonvorwahl

+381

UNESCO-Welterbe
  • Stari Ras & Sopocani

  • Kloster Studenica

  • Palast Gamzigrad

  • NP Djerdap (Kandidat)

  • Smederevo (Kandidat)

  • Kloster Manasija (Kand.)

Serbien – Vielfalt zwischen Donau und Dinariden

Serbien liegt zwischen den Welten – geografisch wie kulturell. Hier treffen Orient und Okzident, orthodoxe Kirchen und römische Spuren, kontinentales und mediterranes Klima aufeinander.


Das Ergebnis: ein Land von seltener Vielfalt, das sich Reisenden nicht aufdrängt, sondern öffnet – in Landschaft, Geschichte und Begegnung.

Natur ohne Etikett

Flüsse sind die Lebensadern Serbiens: über 50.000 Kilometer Wasserläufe, fast alle münden in die Donau – die hier zu ihrer vollen Breite findet. Daneben prägen Berge, Wälder, Seen und Felsschluchten das Bild. Im Nationalpark Đerdap durchbricht die Donau das Balkangebirge in einem imposanten Tal – dem sogenannten „Eisernen Tor“.


Im Süden: dichte Buchenwälder, unberührte Hochflächen, Hirtenpfade. Im Norden: Steppe, Puszta und sogar ein Stück echte Wüste – die Deliblatska Peščara, eine Sandlandschaft mit eigenem Mikroklima.


Ein besonderer Schatz: die Überreste der letzten europäischen Urwälder in Westserbien.


Wer sich auf diese Vielfalt einlässt, wird Serbien nicht nur sehen, sondern spüren – besonders durch die aufrichtige Gastfreundschaft, die abseits touristischer Zentren fast schon berührt.

Erbe der Antike: Kaiser, Limes & Thermen

Serbien war römisches Kernland. Was kaum bekannt ist: 17 römische Kaiser wurden hier geboren, darunter Konstantin der Große. Die Römer bauten Städte, errichteten Thermen, Festungen und Grenzanlagen – vor allem entlang des römischen Limes, der Serbien diagonal durchzieht. Viele der Ausgrabungsstätten sind heute zugänglich und faszinieren mit ihrer architektonischen Klarheit und historischen Bedeutung.


Auch das Heilwasser der Region wurde schon in der Antike geschätzt. Thermalquellen mit mineralreichem Wasser finden sich landesweit – viele davon mit modernen Spa-Zentren, die Wellness, Erholung und medizinische Anwendungen verbinden.


Eine ideale Kombination für Gruppenreisen mit kulturellem oder gesundheitlichem Schwerpunkt.

Sakrale Wege – Klöster, Fresken, gelebte Stille

Serbien ist reich an Orten des Glaubens – nicht museal, sondern lebendig. Zwischen Wäldern, Hochebenen und Flusstälern liegen jahrhundertealte Klöster, viele davon bis heute bewohnt, gepflegt und in Gebrauch. Einige von ihnen gehören zur europäischen Kulturstraße TRANSROMANICA – einem Netzwerk romanischer Baukunst von Italien bis Skandinavien.


In Serbien sind es sechs Klöster, die diesen Weg markieren:
Žiča, Gradac, Đurđevi Stupovi, Sopoćani, Studenica und Petrova Crkva.

Die bedeutendste dieser Stationen ist das Kloster Studenica – UNESCO-Weltkulturerbe und spirituelle Wiege des serbischen Königreichs. Die Anlage stammt aus dem späten 12. Jahrhundert, umfasst ein Dutzend Kirchen und Paläste – und ist bis heute ein Ort der Liturgie.


Die Fresken – viele davon original erhalten – gehören zu den bedeutendsten Kunstwerken der serbischen Geschichte. Ihre Ausdruckskraft und Farbigkeit sind ebenso beeindruckend wie ihre stillschweigende Präsenz: Sie zeigen nicht nur das Göttliche, sondern erzählen auch von der Welt, aus der sie stammen.


Für Gruppen mit Interesse an Orthodoxie, Kunstgeschichte oder spiritueller Architektur ist Serbien ein offenes Archiv – still, gastfreundlich, tiefgründig.

Serbiens Natur – Vielfalt zum Durchatmen

Serbiens Natur ist nicht spektakulär im klassischen Sinn – sie ist echt, weit, zugänglich. Das Land liegt am Übergang zwischen Mittel- und Südosteuropa, was sich in seiner Landschaft wie in seiner Artenvielfalt widerspiegelt.


Sanfte Hügel, steile Schluchten, einsame Hochebenen und dicht bewaldete Gebirge wechseln sich auf engem Raum ab. Flüsse wie Tara, Morava oder Ibar durchziehen das Land, speisen Fischgründe und bieten Strecken für Rafting, Kanutouren oder ruhige Bootsfahrten.


Über 200 Vogelarten – darunter seltene Greifvögel – und rund 400 Wildtierarten leben hier, viele davon in den über 60 ausgewiesenen Schutzgebieten.


Für naturkundlich interessierte Gruppen ist Serbien ein stiller Rückzugsort – mit Möglichkeiten für Beobachtung, Fotografie und lehrreiche Exkursionen.

Aktiv unterwegs – zwischen Fluss und Gipfel

Wandern, Trekking, Bergsteigen oder Mountainbike – Serbien bietet ein solides Wegenetz, moderate Höhenlagen und Touren für alle Anspruchsgrade.


Im Winter: Skigebiete wie Kopaonik oder Zlatibor, klein, aber charmant – gut für Gruppen, die winterliche Stimmung mehr schätzen als Hochglanzpisten.


Für sportliche oder jagdlich orientierte Gruppen stehen 35 Fischerei- und Jagdzentren zur Verfügung – oft in Kombination mit rustikaler Küche, einfacher Unterkunft und herzlicher Atmosphäre.


Ob aktiv oder beobachtend – wer Serbiens Natur erlebt, spürt schnell: Hier geht es nicht um Inszenierung. Hier geht es um echte Verbindung.

Serbiens Küche – Deftig, ehrlich, handgemacht

Die serbische Küche ist bodenständig und aromatisch – ein Produkt der Landschaft, der Jahreszeiten und der Nachbarschaften. Einflüsse aus der osmanischen, mitteleuropäischen und balkanischen Küche verbinden sich hier zu einer kulinarischen Handschrift, die kräftig, einfach und genussvoll ist.


Typisch sind Grillspezialitäten wie Ćevapčići oder Pljeskavica, geschmorte Braten, deftige Bohnensuppen oder Schmorgerichte mit Sauerkraut und Lamm. Dazu serviert man frischen Käse, geräucherten Schinken, Kaviar aus Kladovo – und zum Abschluss oft einen hausgebrannten Schnaps: Birne, Quitte, Aprikose – alles, was Sonne gespeichert hat.


In den Weinanbaugebieten rund um Vršac, Župa, oder Negotin entstehen kräftige Rotweine, fruchtige Weiße – ideal für Gruppen, die Genuss und Regionalität suchen.

Die Donau – Wasserstraße mit Geschichte

Die Donau ist mehr als ein Fluss – sie ist Serbiens große Lebensader. Entlang ihrer Ufer reihen sich Städte, Klöster, Ruinen und Naturwunder – ein idealer Rahmen für thematische Gruppenreisen.


Novi Sad, mit seiner barocken Altstadt und der Festung Petrovaradin, ist das kulturelle Zentrum der Vojvodina. Belgrad, ein Stück weiter südlich, liegt an der Mündung von Save und Donau – kontrastreich, lebendig, geschichtsträchtig. Und schließlich: das Eiserne Tor – ein spektakulärer Donaudurchbruch an der Grenze zu Rumänien, eingebettet in ein UNESCO-Naturreservat.


Ob als Donau-Kreuzfahrt oder Etappenreise mit dem Rad: Der Donauradweg durch Serbien ist rund 674 Kilometerlang und Teil der internationalen EuroVelo-Route.


Er führt durch Natur, Vergangenheit und Gegenwart – mit Pausen, die man schmeckt.

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